Energiespartipp des Monats

Die Sonne einwecken

In diesen Wochen wird in vielen Küchen wieder Obst aus dem Garten in Form von Marmeladen und Konfitüren eingeweckt. Warum nicht auch den selbst erzeugten Strom vom Dach einlagern und erst dann verbrauchen, wenn die Sonne nicht scheint. Ebenso wie wir die Marmelade genießen, wenn gerade kein Obst mehr im Garten zu finden ist.

Der Lithium-Ionen-Speicher ist dabei im Endkundenbereich führend. Diverse Hersteller bewerben hier ein breites Angebot. Dies macht es aber auch für den Verbraucher schwer, das passende Produkt für sich zu finden und auszuwählen.

Überschlägig kann aber eine erste Abschätzung erfolgen. Dafür benötigt man lediglich die Leistung der heimischen PV-Anlage und des Jahresbedarfs an Strom. Schon kann man mithilfe des Unabhängigkeitsrechners der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin seine Speichergröße variieren. So erhält man leicht einen Überblick, wie viel kWh-Speicherkapazität, welchen Effekt auf den Eigenverbrauchsanteil und den Autarkiegrad haben.

Eigenverbrauchsanteil vs. Autarkiegrad

Eigenverbrauchsanteil vs. Autarkiegrad
Eigenverbrauchsanteil Autarkiegrad
Beispiel PV 6.000 kWh PV-Ertrag
1.500 kWh kann ich direkt nutzen
= 25 % Eigenverbrauchsanteil
1.500 kWh Direktverbrauch (auch über Speicher)
1.875 kWh Jahresstrombedarf
= 80 % Autarkiegrad
Obsternte Wie viel vom eigenen Obst esse ich selbst?
Den Rest verschenke ich an die Nachbarskinder.
Wie viel meines Jahresobstbedarfs kann ich aus dem eigenen Garten nutzen?
Den Rest kaufe ich im Supermarkt teuer dazu.
Beispiel Obst 5 kg Ernte
4 kg esse ich selbst.
= 80 % Eigenverbrauchsanteil
4 kg esse ich selbst.
20 kg Jahresbedarf
= 25 % Autarkiegrad
Sonnenernte Wie viel vom eigenen Strom nutze ich selbst?
Den Rest gebe ich billig ins Stromnetz ab.
Wie viel meines Jahresstrombedarfs kommt vom eigenen Dach?
Den Rest kaufe ich beim Energieversorger teuer hinzu.