Pflanze des Monats

Rainfarn-Phazelie (Phacelia tanacetifolia)

Die Rainfarn-Phazelie (Phacelia tanacetifolia), auch Büschelschön genannt, gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Dabei handelt es sich um einen sogenannten Neophyten, eine in Deutschland bisher nicht heimische Pflanzenart, die vermutlich auf verschiedenen Wegen von Nordamerika nach Europa gelangte.

Aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften als „Bodenverbesserer“ wird sie vor allem in den gemäßigten Breiten im Zwischenfruchtanbau oder aber als Gründüngung verwendet. Die Rainfarn-Phazelie wächst zügig, kann bis in den Spätherbst angesät werden. Sie ist jedoch nicht winterhart und friert somit bei Frost sicher ab. Das dunkle Stroh, welches verbleibt, kann für die Mulchsaat von Sommerkulturen genutzt werden.

Ihr hoher Vorfruchtwert ist dabei primär charakterisiert durch ihr dichtes Wurzelsystem, über das sie vorhandene Überschüsse an Nährstoffen gut aufnehmen und nach Verrottung an die Folgekultur weitergeben kann. So lässt sich verhindern, dass Nährstoffaustrage aus dem Wurzelraum stattfinden. Das verbleibende organische Material kann dazu beitragen, den Aufbau von Humus und damit den Kohlenstoffanteil im Boden zu erhöhen. So kann sie beispielsweise in Energiefruchtfolgen für die Biogasproduktion eingesetzt werden und für eine ausgeglichene Humusbilanz sorgen. Durch die vorhandene Bodenbedeckung ist dieser auf natürliche Weise vor Bodenerosion und Verschlämmung geschützt. Da die Phazelie mit keinen gängigen Nutzpflanzen enger verwandt ist, kann sie problemlos in jede Fruchtfolge integriert werden, ohne die Gesundheit der Pflanzen zu gefährden.

Ihre lavendelblauen Blüten, die von Juni bis zum ersten Frost gedeihen, bieten ein attraktives, kontinuierliches und reichhaltiges Pollen- und Nektarangebot für Insekten und Bienen. Deswegen wird die Rainfarn-Phazelie umgangssprachlich auch als Bienenfreund oder Bienenweide bezeichnet und dient der Erhöhung der biologischen Aktivität.