Pflanze des Monats

Echter Buchweizen (Fagopyrum esculentum)

Der Echte Buchweizen (Fagopyrum esculentum) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und stammt aus den gemäßigten Gebieten Mittel- und Ostasiens. Der Name Buchweizen leitet sich von den Bucheckern ab, welche eine ähnliche Form wie die Nüsschen des Buchweizens aufweisen.

Der Echte Buchweizen ist eine einjährige krautige Pflanze, die bis zu einem Meter hoch werden kann. Der schirmrispige Blütenstand setzt sich aus zahlreichen Einzelblüten zusammen. Von Juli bis Ende September bildet er weiß- bis rosafarbene Blüten, die ein attraktives und reichhaltiges Pollen- und Nektarangebot für Insekten und Honigbienen bieten. Ein Hektar Buchweizen beispielsweise kann bis zu 500 Kilogramm Honig liefern.

Der Echte Buchweizen weißt ein sehr zügiges Jugendwachstum auf und bedeckt den Boden rasch. Da er jedoch frostempfidlich ist, muss er als Sommerfrucht angebaut werden. Die Saatzeit kann dabei von Ende Mai (Körnernutzung) bis Ende August (Zwischenfrucht) erfolgen. Er bevorzugt leichte, sandige neutrale Böden, gedeiht aber auch auf torfigen, moorigen Böden mit niedrigen pH-Werten und kargen Flächen. Je nach Nutzungspfad (als Biogassubstrat, Körnernutzung oder Gründüngung), besitzt Buchweizen eine relativ kurze Vegetationsdauer von 60–120 Tagen, was ihn als optimale Zwischenfrucht charakterisiert. Dabei ist der Stängel des Echten Buchweizens zunächst grün, verfärbt sich aber zur Reife hin rötlich.

Normalerweise eignet sich Buchweizen für alle Fruchtfolgen. Als Vorfrüchte eignen sich optimalerweise Feldfrüchte wie beispielsweise Getreide, die den Boden mit einem geringen Restickstoffgehalt zurücklassen. Als ungeeignet erweisen sich hingegen Vorfrüchte wie Leguminosen. Darüber hinaus gilt Buchweizen auch als wertvolle Vorfrucht, die das Unkraut unterdrückt und Nematoden vertreibt. Für die Nutzung als Biogassubstrat erfolgt die Ernte der Ganzpflanze bei Siloreife (TS-Gehalt 28 bis 32 %), die Erträge liegen bei ca. 80 dt TM/ha und bei ca. 10 bis 30 dt TM/ha bei Körnernutzung.