Pflanze des Monats

Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum)

Die Durchwachsene Silphie, auch Kompass- oder Becherpflanze genannt, stammt ursprünglich aus Nordamerika. Besonderes Merkmal dieses mehrjährigen Korbblütlers ist der vierkantige Stängel und die dort miteinander verwachsenen Blattpaare, die in Stängelnähe einen kleinen Becher bilden.

In Ostdeutschland wurde die Durchwachsene Silphie bereits als Futterpflanze genutzt. Aufgrund der guten Erträge wird seit etwa zehn Jahren an ihrer Nutzung als Energiepflanze für die Biogaserzeugung geforscht. Der Energieertrag kann sich auf bis zu 42.000 Kilowattstunden je Hektar belaufen.

Einzige Schwierigkeit ist bislang noch die anspruchsvolle und kostenintensive Bestandsetablierung. Als Dauerkultur kann die Durchwachsene Silphie zehn bis 15 Jahre auf derselben Fläche stehen. Die Vorteile hinsichtlich Boden- und Gewässerschutz liegen dabei auf der Hand: Zum einen wird der Boden in der Regel nur für die Ernte überfahren. Zum anderen eignet sich die Durchwachsene Silphie besonders für gewässernahe Standorte, da nur ein geringer Bedarf an Pflanzenschutzmitteln (lediglich im ersten Anbaujahr) besteht.

Ab dem zweiten Jahr wächst die Becherpflanze bis zu drei Meter hoch und bildet einen üppigen Bestand mit leuchtend gelben, endständigen Blüten. Bestäubende Insekten finden zwischen Juli und September ein gutes Nektar- und Pollenangebot in einer schon sehr blütenarmen Jahreszeit.

Weitere Informationen zur Pflanze des Monats:

www.tfz.bayern.de