Auflockerung von Fruchtfolgen durch einjährige Kulturen

Rund 23 Prozent der Primärenergie in Deutschland könnten 2050 aus heimischer Biomasse stammen. Derzeit werden deutschlandweit auf einer Fläche von etwa 2,4 Millionen Hektar Energiepflanzen angebaut, auf etwa 60 Prozent davon wird Substrat für Biogasanlagen produziert. Aufgrund seiner pflanzenbaulichen und technologischen Vorteile nimmt Silomais (Energiemais) mit etwa 70 Prozent den größten Anbauumfang für die Biogasproduktion ein. Der intensive Maisanbau und seine Beurteilung sind mittlerweile in Deutschland umstritten und führen zunehmend zu öffentlichen Debatten. Der Anbau von Silomais wird zudem damit in Zusammenhang gebracht, ein erhöhtes Risiko für Bodenerosion und Nährstoffausträge in Gewässer zu besitzen, sowie die Biodiversität in der Kulturlandschaft zu verarmen.

Ein Lösungsansatz könnte sein, geeignete alternative bzw. ergänzende Kulturen zu untersuchen. Dabei werden die Kulturen nicht wie im klassischen Fruchtart- oder Sortenvergleich mit Silomais getestet, sondern in den verfügbaren Ausschnitt einer Fruchtfolge integriert.

Wenn leistungsstarke Erstkulturen im Juni/Juli das Feld räumen, öffnet sich eine Vegetationslücke bis zur nachfolgenden Winterung. Geeignete Zweitfrüchte können folgen und die Flächenproduktivität steigern, vielfältige Fruchtfolgen fördern, den Boden schützen und für hohe Biodiversität sorgen. Im Projekt stehen ausgewählte Sommerkulturen auf dem Prüfstand.

Das erwartet Sie im Webinar:

  • Welche Zweitkulturen werden bzw. wurden für Bayern am Technologie- und Förderzentrum (TFZ) erprobt?
  • Welche Zweitkulturen eignen sich für den Anbau für Biogasfruchtfolgen?
  • Wie können auftretende Vegetationslücken geschlossen werden?
  • Welche Dienstleistungen können Zweitkulturen für das Ökosystem erbringen?

Zielgruppe:

Landwirte, interessierte Öffentlichkeit

Teilnehmerzahl:

maximal 100 Personen

Dauer:

circa 60 Minuten (inklusive Diskussion)

Termine und Anmeldung:

Donnerstag, 6. Juni 2019, 14–15 Uhr, >> zur Anmeldung
Montag, 30. September 2019, 13:30–14:30 Uhr, >> zur Anmeldung

Die Teilnahme am Webinar ist kostenlos. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten zum Webinar.

Technische Voraussetzungen:

  • PC oder Laptop
  • gute und stabile Internetverbindung (LAN-Kabel)
  • Internetbrowser mit Flash-Plugin
  • Webcam und Headset werden nur bei direkter Kommunikation benötigt und sind für unsere Webinare nicht erforderlich

Allgemeine technische Voraussetzungen – Eine Empfehlung von edudip (PDF auf externem Server)
Systemcheck für Teilnehmer