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Energiepflanzen

Den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen in Deutschland stärker zu reduzieren und damit den Klimawandel zu bekämpfen, war ein entscheidender Grund für die Bundesregierung, den Ausbau erneuerbarer Energien zu forcieren.

Bis 2050 soll die Bereitstellung von 50 Prozent des Primärenergieverbrauchs aus regenerativen Quellen realisiert und die Treibhausgasemissionen in Deutschland um bis zu 95 Prozent reduziert werden (bezogen auf das Basisjahr 1990). Hierbei bilden auch die nachwachsenden Rohstoffe eine der tragenden Säulen. Schätzungsweise 23 Prozent der Primärenergie (1.640 Petajoule (PJ)) in Deutschland könnten in 2050 aus heimischer Biomasse stammen. Es wird vor allem von den Energiepflanzen angenommen, dass sie mit etwa 740 PJ das größte Bioenergiepotenzial im Vergleich zu den anderen beiden Haupt-Biomassequellen Forstwirtschaft und den in der Landwirtschaft anfallenden Koppelprodukten und Reststoffen aufweisen. So wäre es vorstellbar, dass in 2050 auf etwa vier Millionen Hektar der Anbau von Energiepflanzen stattfinden könnte, was einem Flächenanteil von ca. 24 Prozent der landwirtschaftlichen Gesamtnutzfläche entspräche.

Nutzung

In Abhängigkeit des jeweiligen Nutzungspfads der Bioenergie, stehen klassische und bereits etablierte Energiepflanzen wie Mais, GPS-Getreide oder Raps vornehmlich für die Gewinnung von Biomethan oder Biodiesel zur Verfügung. Alternative Energiepflanzen zu Mais ob ein- oder mehrjährige Kulturen wie Sorghum, Buchweizen, die Durchwachsene Silphie und das Riesenweizengras als Substrat für Biogasanlagen oder Miscanthus für die thermische Verwertungskette, finden noch zögerlich Einzug in landwirtschaftliche Anbausysteme für Energiepflanzen.

Förderung

Die „Greeningprämie“, als Anreiz für den Betriebsinhaber eine Zahlung für Landbewirtschaftungsmethoden zu erhalten, welche dem aktiven Klima- und Umweltschutz Genüge tun. Dieses in 2013 von EU-Parlament und Ministerrat beschlossene Konzept zeigt, dass Umweltmaßnahmen im Agrarbereich eine zunehmende Rolle spielen. Seit 2018 gibt es bei den Ökologischen Vorrangflächen nun neue Möglichkeiten, welche auch Energiepflanzen wie die Durchwachsene Silphie und Miscanthus inkludieren und mit einem Gewichtungsfaktor von 0,7 anrechnen.

Beratungsangebot

Wir bei LandSchafftEnergie bieten in vielfältiger Weise ein unabhängiges und kostenneutrales Consulting an. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf den erneuerbaren Energien und den damit verbunden Fragestellungen. Wir bieten ein breites Beratungsspektrum von Fachvorträgen bis hin zur individuellen Beratung. Dabei beantworten wir gerne Fragen zur Flexibilisierung von Biogasanlagen, Anbauempfehlungen zu alternativen Energiepflanzen, Förderungen oder der neuen Düngeverordnung.